Karriere mit Interkultureller Kompetenz - konkrete Tipps und Inspirationen
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Sonntag, 6. Januar 2019
Mittwoch, 29. August 2018
Umfrage: Die eigene Kultur?
Wir wissen nicht, was unsere eigene Kultur mit uns macht und trotzdem wirkt sie.
Erst im Vergleich erkennen wir Unterschiede zu anderen Kulturen.
Ich habe eine Bitte. Ich erstelle gerade meinen ersten Online-Kurs. Die eigene Kultur und wir sind Ausgangspunkt, um sensibel interkulturell zu agieren. Dazu habe ich ein paar Fragen an dich vorbereitet.
1.
Hast du bereits Erfahrungen mit Menschen aus anderen Kulturen? Wo steht du?
2.
Was sind die größten Hürden und Schwierigkeiten aus deiner Sicht?
3.
Was brauchen Sie, um mit Menschen aus anderen Kulturen klar zu kommen?
4.
Was haben Sie schon probiert?
Bitte beantworte die Fragen auf Hier geht es zur Umfrage
Bitte beantworte die Fragen auf Hier geht es zur Umfrage
Als Dankeschön habe ich für dich ein Gratisgeschenk. Hier klicken.
Ganz lieben Dank für dein Interesse. Bleib respektvoll und charmant.
Dienstag, 24. April 2018
Mehr interkulturelle Kompetenz mit einen Interkulturellen Spickzettel
In meinem Artikel geht es darum, schnell mit Kulturfremden in Kontakt zu kommen.
Sie erlangen mehr interkulturelle Kompetenz, wenn Sie den Interkulturellen Spickzettel nutzen.
Wenden Sie die Hinweise und erprobte Tipps im Interkulturellen Spickzettel sofort an.
Welche Gesprächsthemen sollten Sie vermeiden. Und damit alles auch funktioniert, gebe ich Ihnen einen praktischen Rat mit auf dem Weg.
Warum einen Interkulturellen Spickzettel?
Besonders, wenn wir mit Menschen aus anderen Kulturen in Kontakt kommen wollen, kann es passieren, dass wir nicht weiter wissen. Manchmal gehen die Worte aus. Oder wir haben das Gefühl, wir nicht ernst genommen. Schnell entsteht der Eindruck der „Fremde“ will kein Kontakt oder versteht uns nicht. Beobachten wir uns selbst, so stellen wir schnell fest, die Lautstärke im Gespräch steigt an. Wir reden entweder ganz schnell, langsam und mit lang gezogenen Worten oder wiederholen ständig. Wir sind einfach irritiert von Personen, die eine andere Sprache sprechen und sich dazu noch völlig anders als wir es gewohnt verhalten.
Hier hilft der Interkulturellen Spickzettel.
Die Fähigkeit mit Unbekannten in ein ungezwungenes Gespräch zu kommen, erweist sich oftmals als nicht leicht. Ein großes Hemmnis sind Sprachunterschiede. Also jeder spricht seine eigene Sprache sehr gut, aber versteht die andere nicht. Dennoch helfen auf dem Interkulturellen Spickzettel drei einfache Hinweise.
Damit ebnen sich natürlich viele Wege, um beruflich oder privat weiterzukommen. Wie können Sie schnell mit Ihrem Gegenüber in Kontakt kommen?
Ein banales „Wie geht es?“ oder “Geht es Ihnen gut?“ öffnet Türen. Anfangs braucht es vielleicht etwas Überwindung, aber die zunehmende Sicherheit ist garantiert. Bestimmt finden Sie weitere kreative Gesprächseröffnungen.
Zweitens: Lächeln sorgt für ein angenehmes Gesprächsklima
Beginnen Sie jedes Gespräch mit einem Lächeln. Das wirkt sympathisch und schafft ein gutes Klima und nichts eignet sich besser für einen Gesprächsbeginn. Denn wie heißt es doch so schön: Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.
Drittens: Keine Angst vor Alltäglichem oder Normalem
Es gibt Menschen, die sich scheuen über Alltägliches oder Belangloses zu sprechen. „Schönes Wetter“ oder „So eine Kälte, ich friere schon den ganzen Tag!“ So schafft es Ihr Gegenüber seine Meinung zu äußern.
Viertens: Gesprächsthemen finden
Sprechen Sie über die aktuelle Situation, in der sie sich momentan gemeinsam mit Ihrem Gesprächspartner befinden. Das können der Ort Ihres Treffens, die Situation, in der Sie sich befinden oder Gefühle sein.
Fünftens: Zeigen Sie Interesse
Stellen Sie Fragen und hören Sie aufmerksam zu. Damit zeigen Sie Interesse an dem, was Ihnen Ihr Gegenüber erzählt. Eine falsche Aussprache oder fehlender Wortschatz können zu Unsicherheiten führen und das besonders, wenn man die Sprache des Gegenübers nicht beherrscht. Hören Sie geduldig zu und verbessern Sie erst, nachdem sie das Einverständnis dazu erhalten haben.
Sechstens: Stellen Sie offene Fragen
Geschlossene Fragen lassen sich mit Ja oder Nein beantworten. Ein Beispiel: Schmeckt Ihnen das Essen gut? da kann nur zugestimmt oder abgelehnt werden. Besser: Wie schmeckt Ihnen das Essen? Die Antworten darauf halten das Gespräch am Laufen.
Siebtens: Finden Sie Gemeinsamkeiten
Aussehen, Kleidung und Sprache unterscheiden sich und dennoch gibt es Dinge, die sie gemeinsam haben. Jede Mutter liebt ihr Kind. Sie spielen gern Fußball oder gehen Joggen. Sie haben Kinder im gleichen Alter. Erkunden Sie im Gespräch genau, was Sie verbindet. Vereinen Sie gleiche Interessen, haben Sie schon gewonnen.
Achtens: Seien Sie ehrlich und bleiben Sie authentisch
Trotz Sprachbarrieren erkennt Ihr Gegenüber sehr schnell, ob sie es ehrlich meinen. Mimik und Gestik verraten Sie. Ebenso wie gekünstelt zu reden, bremsen Ihre Unterhaltung affektiertes Benehmen, überhebliches Verhalten sowie Unehrlichkeit . Dies ist schnell zu entlarven, und es könnte das Ende des Kontaktes bedeuten.
Neuntens: Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und üben Sie
Gelegenheiten gibt es überall: im Büro, beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz. Nutzen Sie einfach jede dieser Situationen. Zunehmend erkennen Sie genau, wann Sie mit wem ein Gespräch beginnen können.
Besonders wenn Sie Ihren Gesprächspartner nicht kennen, wissen Sie nicht, welche Religion oder politische Gesinnung die Person hat.
Einfache Äußerungen können deshalb sehr verletzend beleidigend und ablehnend sein, also lassen Sie also besser die Finger davon.
Mein praktischer Rat: Machen Sie sich einen Spickzettel mit den neun Punkten und schauen Sie ab und zu mal drauf.
Wenn Sie das nächste Mal eine Unterhaltung suchen, nehmen Sie sich kurz vorher ihren Spickzettel aus der Hosentasche oder Handtasche und werfen Sie einen Blick darauf.
Je öfter Sie Ihren Spickzettel benutzen, umso weniger brauchen Sie ihn, dann läuft alles ganz automatisch.
Ich wünsche Ihnen viele interessante und erfolgreiche Gespräche und neue Einblicke in andere Lebenswelten.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Ich freue mich über einen Kommentar.
Wenn Sie mehr wissen möchten, dann navigiere ich Sie durch interkulturelle Gefilde mit dem cultural business coaching.
Sie erlangen mehr interkulturelle Kompetenz, wenn Sie den Interkulturellen Spickzettel nutzen.
Wenden Sie die Hinweise und erprobte Tipps im Interkulturellen Spickzettel sofort an.
Welche Gesprächsthemen sollten Sie vermeiden. Und damit alles auch funktioniert, gebe ich Ihnen einen praktischen Rat mit auf dem Weg.
Warum einen Interkulturellen Spickzettel?
Besonders, wenn wir mit Menschen aus anderen Kulturen in Kontakt kommen wollen, kann es passieren, dass wir nicht weiter wissen. Manchmal gehen die Worte aus. Oder wir haben das Gefühl, wir nicht ernst genommen. Schnell entsteht der Eindruck der „Fremde“ will kein Kontakt oder versteht uns nicht. Beobachten wir uns selbst, so stellen wir schnell fest, die Lautstärke im Gespräch steigt an. Wir reden entweder ganz schnell, langsam und mit lang gezogenen Worten oder wiederholen ständig. Wir sind einfach irritiert von Personen, die eine andere Sprache sprechen und sich dazu noch völlig anders als wir es gewohnt verhalten.
Hier hilft der Interkulturellen Spickzettel.
- Lassen Sie den anderen ausreden, auch wenn die gesprochenen Worte nicht perfekt klingen.
- Seien Sie geduldig.
- Hilfreich sind ein Wörterbuch oder ein Google-Übersetzer.
Damit ebnen sich natürlich viele Wege, um beruflich oder privat weiterzukommen. Wie können Sie schnell mit Ihrem Gegenüber in Kontakt kommen?
Der Interkulturelle Spickzettel enthält neun Tipps
Erstens: Machen Sie den ersten Schritt und wagen Sie den AnfangEin banales „Wie geht es?“ oder “Geht es Ihnen gut?“ öffnet Türen. Anfangs braucht es vielleicht etwas Überwindung, aber die zunehmende Sicherheit ist garantiert. Bestimmt finden Sie weitere kreative Gesprächseröffnungen.
Zweitens: Lächeln sorgt für ein angenehmes Gesprächsklima
Beginnen Sie jedes Gespräch mit einem Lächeln. Das wirkt sympathisch und schafft ein gutes Klima und nichts eignet sich besser für einen Gesprächsbeginn. Denn wie heißt es doch so schön: Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.
Drittens: Keine Angst vor Alltäglichem oder Normalem
Es gibt Menschen, die sich scheuen über Alltägliches oder Belangloses zu sprechen. „Schönes Wetter“ oder „So eine Kälte, ich friere schon den ganzen Tag!“ So schafft es Ihr Gegenüber seine Meinung zu äußern.
Viertens: Gesprächsthemen finden
Sprechen Sie über die aktuelle Situation, in der sie sich momentan gemeinsam mit Ihrem Gesprächspartner befinden. Das können der Ort Ihres Treffens, die Situation, in der Sie sich befinden oder Gefühle sein.
Fünftens: Zeigen Sie Interesse
Stellen Sie Fragen und hören Sie aufmerksam zu. Damit zeigen Sie Interesse an dem, was Ihnen Ihr Gegenüber erzählt. Eine falsche Aussprache oder fehlender Wortschatz können zu Unsicherheiten führen und das besonders, wenn man die Sprache des Gegenübers nicht beherrscht. Hören Sie geduldig zu und verbessern Sie erst, nachdem sie das Einverständnis dazu erhalten haben.
Sechstens: Stellen Sie offene Fragen
Geschlossene Fragen lassen sich mit Ja oder Nein beantworten. Ein Beispiel: Schmeckt Ihnen das Essen gut? da kann nur zugestimmt oder abgelehnt werden. Besser: Wie schmeckt Ihnen das Essen? Die Antworten darauf halten das Gespräch am Laufen.
Siebtens: Finden Sie Gemeinsamkeiten
Aussehen, Kleidung und Sprache unterscheiden sich und dennoch gibt es Dinge, die sie gemeinsam haben. Jede Mutter liebt ihr Kind. Sie spielen gern Fußball oder gehen Joggen. Sie haben Kinder im gleichen Alter. Erkunden Sie im Gespräch genau, was Sie verbindet. Vereinen Sie gleiche Interessen, haben Sie schon gewonnen.
Achtens: Seien Sie ehrlich und bleiben Sie authentisch
Trotz Sprachbarrieren erkennt Ihr Gegenüber sehr schnell, ob sie es ehrlich meinen. Mimik und Gestik verraten Sie. Ebenso wie gekünstelt zu reden, bremsen Ihre Unterhaltung affektiertes Benehmen, überhebliches Verhalten sowie Unehrlichkeit . Dies ist schnell zu entlarven, und es könnte das Ende des Kontaktes bedeuten.
Neuntens: Machen Sie Ihre eigenen Erfahrungen und üben Sie
Gelegenheiten gibt es überall: im Büro, beim Einkaufen oder auf dem Spielplatz. Nutzen Sie einfach jede dieser Situationen. Zunehmend erkennen Sie genau, wann Sie mit wem ein Gespräch beginnen können.
Auf dem Interkulturellen Spickzettel steht: Achtungszeichen
Achtung: Sprechen Sie nicht über religiöse und politischeThemen. Sie können dann ganz schnell in ein Fettnäpfchen treten.Besonders wenn Sie Ihren Gesprächspartner nicht kennen, wissen Sie nicht, welche Religion oder politische Gesinnung die Person hat.
Einfache Äußerungen können deshalb sehr verletzend beleidigend und ablehnend sein, also lassen Sie also besser die Finger davon.
Mein praktischer Rat: Machen Sie sich einen Spickzettel mit den neun Punkten und schauen Sie ab und zu mal drauf.
Wenn Sie das nächste Mal eine Unterhaltung suchen, nehmen Sie sich kurz vorher ihren Spickzettel aus der Hosentasche oder Handtasche und werfen Sie einen Blick darauf.
Je öfter Sie Ihren Spickzettel benutzen, umso weniger brauchen Sie ihn, dann läuft alles ganz automatisch.
Ich wünsche Ihnen viele interessante und erfolgreiche Gespräche und neue Einblicke in andere Lebenswelten.
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Ich freue mich über einen Kommentar.
Wenn Sie mehr wissen möchten, dann navigiere ich Sie durch interkulturelle Gefilde mit dem cultural business coaching.
Freitag, 6. April 2018
4 Aspekte der interkultureller Kompetenz – kleiner wissenschaftlicher Exkurs
Nachdem ich jahrelang Menschen und ihre Verhaltensweisen in kulturübergreifenden Situationen beobachtet und erlebt habe, entdeckte ich 4 wichtige Aspekte.
1. Menschen gehen unterschiedlich mit
ihrer eigenen kulturellen Herkunft und Kulturfremden um.
2. Äußerungen, Verhalten, Gefühle und
Wissen sind eng mit den eigenen Erfahrungen verknüpft.
3. Interkulturelle Kompetenz ist nicht
angeboren, sondern erlernbar und benötigt
Interaktionen.
4. Jeder Mensch braucht eine Zugehörigkeit, Sicherheit
und ein Orientierungssytem.
Ich erlebe sehr viele Menschen,
die behaupten:
„Ich benötige keinerlei zusätzliches Wissen
oder Reflexion über fremdartige Situationen.“
Sie treffen, derartige Aussagen:
„Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ...“
Meine wichtigste Erkenntnis:
Ohne jegliche individuellen
kulturellen Erfahrungen und Wissen kann ein kompetenter Umgang mit Menschen aus
anderen Kulturen unmöglich verwirklicht werden.
Bei meinen umfangreichen Recherchen bin ich auf
Milton J. Bennett gestoßen. 2004 hat er aufgrund seiner Beobachtungen ein
„Entwicklungsmodell interkultureller Sensibilität“ (EMIS) entwickelt. Ein
Modell, dem ich zustimme und welches ich als Grundlage für meine weiteren
Betrachtungen benutze.
DAS MODELL
Nach Bennett durchläuft ein Mensch verschiedene
Phasen zur Entwicklung der seiner interkulturellen Kompetenz. Er geht von
einem sechs-stufigen Modell aus, wobei die ersten drei der sechs Phasen dem
Ethnozentrismus entstammen und die letzten drei Phasen dem Ethnorelativismus
unterzuordnen sind.
ETHNOZENTRISMUS
1. Phase: Ablehnung & Verleugnung
2. Phase: Abwehr & Verteidigung
3. Phase: Minimierung
ETHNOREALTIVISMUS
4. Phase: Akzeptanz
5. Phase: Anpassung
6. Phase: Integration
Da tauchen zwei relativ unbekannte Begriffe für
den Otto-Normalverbraucher auf. Diese möchte ich an dieser Stelle
erläutern:
1. Ethnozentrismus
Der Mensch begreift seine eigene Kultur als
einzige der „Wirklichkeit“ entsprechende Kultur und beurteilt davon ausgehend
Kulturfremdes.
2. Ethnorelativismus
Der Mensch vertritt die Auffassung, dass
die eigene Kultur nur eine unter vielen ist. Nach Kühlmann kann
Ethnorelativismus mit „Polyzentrismus“ verglichen werden.
Der Entwicklungsweg von der eigenen zur
vielfältigen kulturellen Sicht gestaltet sich als ein langfristiger und
mehrstufiger Prozess.
Die einzelnen Stufen habe ich an dieser Stelle
lediglich benannt, da eine Erläuterung zum späteren Zeitpunkt erfolgt.
Interkulturelle Kompetenz: Ethno-zentristisches Verhalten
Interkulturelle Kompetenz: Ethno-zentristisches Verhalten
Freitag, 16. März 2018
Was hat eine Jury mit Kultur zu tun? (Teil 1)
Nein, es geht nicht um „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Germans next Topmodel“ und wer an einen Boxkampf denkt, liegt auch daneben.
Sei es im Sport, bei einem Preisausscheid, einem Wettbewerb:
"Jede Jury oder Bewertungskommission besteht aus
Personen, die Kandidaten beobachten, beurteilen und bewerten.“
Die bestehenden Regeln und angewandten Kriterien entscheiden über Leistung, Sieg oder Niederlage von Sportlern, Stars, Topmodels oder Boxer.
Die vorgestellten Darbietungen werden
bewertet und es wird begründet, warum eine Bestleistung ausgezeichnet wird.
Auf der ganzen Welt entscheidet beispielsweise ein Schiedsrichter
beim Fußballspiel über Regelverstöße. Er erkennt die Regeln wie ein „Faul“
oder „Abseits“. Dem Fußballer sind ebenfalls die Spielregeln bekannt. Benutzt er die Hand beim Spiel, so erkennt er als auch der Schiedsrichter den Regelverstoß und die daraus resultierende Konsequenzen.
„Auf dem interkulturellen Spielfeld gibt es keine eindeutigen Regeln und erkennbare Bestimmungen “
Die alltägliche kulturelle Jury besteht oftmals
aus einer Person oder einer sogenannten In-Gruppen. Die Regeln werden alleinig von ihnen
bestimmt. Nach deren eigenen Ermessen wird ein Vertreter einer anderen Kultur oder OUT-Gruppe beurteilt,
zu bewertet oder eingeschätzt. Das kann zu dramatischen Fehleinschätzungen und oftmals zu unlösbaren Missverständnissen führen.
Natürlich gibt es kulturelle Gesichtspunkte, Kriterien oder Regeln,
die wissenschaftlich begründet sind. Diese sind allerdings relativ unbekannt und werden kaum erlernt.
Nur Wenige sind sich dessen bewusst: Unsere eigene Kultur nehmen
wir als selbstverständlich und „normal“ wahr.
Welcher Jury-Typ oder Ethnozentriker sind Sie?
1. Im Allgemeinen sind Menschen aus meiner
Kultur ordentlich, pünktlich und zuverlässig. Von afrikanischen oder
arabischen Menschen kann man das nicht behaupten. Viele Ausländer müssen es
lernen sich richtig benehmen.
stimme ich zu stimme ich nicht zu
2. Die Thailänder oder Japaner sind immer
freundlich und lächeln in jeder Situation. Sie wirken ausgeglichen und
friedlich. Die Menschen in Deutschland sind oft unfreundlich, ernst und wollen
Recht haben. Asiaten sind einfach besser als die Deutschen.
stimme ich zu stimme ich nicht zu
3. Ich komme mit allen Menschen klar, egal ob
sie in Neuseeland, Amerika oder Indien leben. Übrigens, die Russen trinken viel
Wodka und die Franzosen reden viel. Egal wir Menschen sind alle gleich und ich brauche mich nicht zu verändern.
stimme ich zu stimme ich nicht zu
4. Bestimmte Werte und Normen gehören
zu meinem Leben, damit bin ich aufgewachsen. Afrikaner haben ihre eigene Art zu
leben. Alles hängt von den kulturellen Umständen ab und ist veränderbar. Gern
lerne ich, was anders ist und erkenne
kulturelle Unterschiede.
stimme ich zu stimme ich nicht zu
Der nächste Post enthält die Auflösung.
Auflösung: Welcher Jury-Typ oder Ethnozentriker sind Sie? (Teil 2)
Eine sehr wichtige Erkenntnis vorab.
"Wir erleben anderskulturelle Menschen immer aus Sicht unseres eigenen kulturellen Wissens und Handeln."
Mit der „eigenen“ Sicht wird beispielweise „Fremdes“ eingeordnet, bewertet, beurteilt oder verurteilt und abgewertet. Die innere Einstellungen und differenzierte Verhalten werden dadurch sichtbar.
Insgesamt unterscheiden wir abgestuften, unterschiedliche Typen. Jede nachfolgende Aussage gehört zu einem, der vier ethnozentrischen Vertretern. Haben sie einer Aussage
ihre Zustimmung gegeben, so können sie davon ausgehen, dass sie diesem Typus
angehören.
Haben sie mehrere Aussagen zugestimmt, dann sind sie wahrscheinlich ein Misch-Typ. Um den eigenen Typ zu ermitteln, müssen mehrere unterschiedliche Gesichtspunkte und detaillierte Aspekte betrachtet werden.
TEST -Auflösung
Frage 1
Im Allgemeinen sind Menschen aus meiner Kultur ordentlich, pünktlich und zuverlässig. Von afrikanischen oder arabischen Menschen kann man das nicht behaupten. Viele Ausländer müssen es lernen sich richtig benehmen.
Im Allgemeinen sind Menschen aus meiner Kultur ordentlich, pünktlich und zuverlässig. Von afrikanischen oder arabischen Menschen kann man das nicht behaupten. Viele Ausländer müssen es lernen sich richtig benehmen.
Wenn Sie dem zugestimmt haben, dann sind Sie
Vertreter von TYP 1
Der harte Ethnozentriker leugnet
Unterschiede oder bewertet sie negativ
Nur seine eigene Kultur „zählt“ sie ist eine
zivilisierte Hochkultur“ .Abweichungen davon sind „unnormal“, „krankhaft“ „Er
muss erst noch lernen sich zu benehmen. Emotional empfindet er Misstrauen,
Ablehnung, Abscheu manchmal auch Ekel.
Neigung zur Diskriminierung und Gewaltanwendung besteht.
Frage 2
Die Thailänder oder Japaner sind immer freundlich und lächeln in jeder Situation. Sie wirken ausgeglichen und friedlich. Die Menschen in Deutschland sind oft unfreundlich, ernst und wollen Recht haben. Asiaten sind einfach besser als die Deutschen.
Die Thailänder oder Japaner sind immer freundlich und lächeln in jeder Situation. Sie wirken ausgeglichen und friedlich. Die Menschen in Deutschland sind oft unfreundlich, ernst und wollen Recht haben. Asiaten sind einfach besser als die Deutschen.
Haben
Sie dieser Aussage zugestimmt, dann sind Sie Vertreter von TYP 2
Der negative Ethnozentriker
lehnt die eigene Kultur ab und begeistert sich für die fremde Kultur. Die fremde Kultur ist besser, schöner,
exotischer. Das Eigenkulturelle wird abgelehnt. Er bemüht sich um
Überanpassung an die Fremdkultur und ahmt die Verhaltensweisen nach. Trägt
beispielsweise die gleiche Kleidung.
Frage 3
Ich komme mit allen Menschen klar, egal ob sie in Neuseeland, Amerika oder Indien leben. Übrigens, die Russen trinken viel Wodka und die Franzosen reden viel. Egal, wir Menschen sind alle gleich und ich brauche mich nicht zu verändern.
Ich komme mit allen Menschen klar, egal ob sie in Neuseeland, Amerika oder Indien leben. Übrigens, die Russen trinken viel Wodka und die Franzosen reden viel. Egal, wir Menschen sind alle gleich und ich brauche mich nicht zu verändern.
Sie gehören
zum Vertreter von TYP 3, wenn Sie dieser Aussage zugestimmt haben.
Der heimliche Ethnozentriker
gibt sich weltoffen und akzeptiert
Unterschiede. Er verhält sich jedoch so, wie es in seiner Kultur üblich
ist. Es gibt keine Probleme, wenn man sich um „Toleranz“ bemüht. Die
idealistische Grundhaltung versagt beim direkten Umgang mit Menschen aus
anderen Kulturen. Er verhält sich trotzdem so, wie es in seiner Kultur üblich
ist.
Frage 4
Bestimmte Werte und Normen gehören zu meinem Leben, damit bin ich aufgewachsen. Afrikaner haben ihre eigene Art zu leben. Alles hängt von den kulturellen Umständen ab und ist veränderbar. Gern lerne ich, was anders ist und erkenne kulturelle Unterschiede.
Bestimmte Werte und Normen gehören zu meinem Leben, damit bin ich aufgewachsen. Afrikaner haben ihre eigene Art zu leben. Alles hängt von den kulturellen Umständen ab und ist veränderbar. Gern lerne ich, was anders ist und erkenne kulturelle Unterschiede.
Bestätigen Sie diese Aussage, sind Sie TYP 4
zugehörig.
Der reflektierter Ethnozentriker
kennt seine eigene Kultur und sein Handeln, kann Verhalten reflektieren und
ablehnende Gefühle gegenüber Fremden zu lassen.
Er akzeptiert, dass alle Menschen mit ihren
Ethnozentrismus zu leben auch – auch er selbst. Er rechnet damit, dass Denken, Fühlen und Handeln von den Normalerwartungen seiner eigenen Kultur abweicht.
Er arbeitet daran Offenheit, Verständnis und Kooperationsfähigkeit zu
entwickeln.
Sicherlich
haben sie das so nicht erwartet. Entweder hatten Sie das nicht vermutet oder Sie
haben sich bisher anders eingeschätzt. Die fremden und eigenen Wahrnehmungen
können sich immens unterscheiden. Daraus kann eine Überraschung oder Bestürzung
auftauchen.
Hinweise für entsprechendes Verhalten erhalten sie in den nächsten Beitrag.
Interkulturelle Kompetenz: Ethno-zentristisches Verhalten
Was hat eine Jury mit Kultur zu tun?
Interkulturelle Kompetenz: Ethno-zentristisches Verhalten
Was hat eine Jury mit Kultur zu tun?
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