Mittwoch, 23. Dezember 2015

Ein glückliches Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr


Diese syrische und afghanische Kinder leben seit einen Monat in Erfurt und freuen sich über einen kleinen kuschligen Teddy und lernen mit viel Freude die deutsche Sprache.
Zu Weihnachten sollten wir an alle denken, die unsere Hilfe und Unterstützung benötigen. Frohes Fest.

Mittwoch, 4. November 2015

Fünf Herangehensweisen für mehr Interkulturelle Kompetenz



Jeder Mensch wächst in einem Land mit kulturellen Werten und Normen auf, die ihn prägen. Wie eine Palme ein warmes und trockenes Klima benötigt, so braucht die Tanne Feuchtigkeit und Kühle. Ein Versuch, die Bäume an den jeweiligen anderen Standort zu verpflanzen, führt schnell zu trockenen Blättern oder braunen Tannnadeln, diese werden abfallen und aus trockenen oder verrotten. Bäume, die aus verschiedenen Kulturen stammen, können wachsen, wenn das Klima stimmt.
Wechseln Menschen ihre Standorte, so besteht die Chance, sich zu entwickeln, so dass ein Gedeihen möglich ist. Im Vergleich zu Bäumen können sich Menschen wahrnehmen und fühlen, Situationen erfassen und begreifen. Dazu ist jedoch entsprechendes Wissen und interkulturelles Lernen erforderlich.
Interkulturelle Kompetenz ist die Fähigkeit von Menschen aus verschiedenen Kulturen,  miteinander umzugehen, sich gegenseitig zu achten und zu wertschätzen, um zusammen zu arbeiten oder zu leben.
Das klingt jetzt sehr einfach, ist jedoch komplizierter als man denkt. Denn diese Kompetenz ist nicht angeboren und  gelegentliche Urlaubsreisen in fremde Kontinente  reichen da bei weitem  nicht aus. Natürlich sind Neugier und Offenheit Wurzeln dafür. Kleine Kinder machen uns es vor. Sie sind ganz offen, sprechen oder spielen mit Kindern unabhängig vom Aussehen oder Sprachkenntnissen.
 Fünf Herangehensweisen, die dabei unterstützen
  1. Erfasse und erkenne die besonderen Werte und persönlichen Normen der fremden Person
  2. Unternehme den Versuch das Denken, Fühlen und Handeln von Fremden zu begreifen
  3. Übe Respekt und  Toleranz gegenüber ungewohntem Verhalten
  4. Lass die Vorurteile los und beachte die Gerüchte nicht
  5. Reagiere rücksichtsvoll und handle mit Bedacht
Also überwinde eigene Grenzen - sei offen und lerne dazu, denn genau das hilft Kulturübergreifend zu handeln.
Gemeinsam mit den Fremden oder unbekannten Menschen müssen wir den Umgang erlernen. Das ist wichtig, um zu kommunizieren und zusammen zu arbeiten. In Deutschland gehört Interkulturelle Kompetenz zu einer Schlüsselqualifikation im Arbeits- und Alltagsleben.
INTERKULTURELLE KOMPETENZ BEGINNT MIT DEN KLEINIGKEITEN DES LEBENS“   B. A. TRÖSTER

Samstag, 10. Oktober 2015

Durchblick erlaubt: Wer sind „die Anderen“ und wer sind „wir“?

Genau diese Frage stellt sich momentan überall: In Gesprächen, in Fernsehbeiträgen, in Radiosendungen, in Zeitungsartikeln oder in Diskussionen.
Da blickt ja Keiner mehr durch.  Die Fenster haben mittlerweile undurchsichtige Glasscheiben und wir glauben alles klar zu sehen und auch dementsprechend zu beurteilen. Jetzt gilt: Fensterputzlappen raus und Scheiben reinigen.

ZUNÄCHST EINMAL SCHAUEN WIR AUF DIE „ANDEREN“

Was bedeutet es nun wirklich  Ausländern zu sein? Wenn es Ausländer gibt, muss es auch Inländer geben, logisch oder?  Das wären somit in Deutschland die Deutschen. Das Wort "AUS" verbirgt in sich "außen" und nicht "Drinnen", also nicht dazu gehörig. Generell können wir feststellen Ausländer sind Menschen, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.
OK., dann nennen wir sie Einwanderer oder Zuwanderer. Allerdings sind Einwanderer oftmals keine Ausländer mehr, da sie bereits die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen können und dem zufolge Deutsche sind. Das steht natürlich keinen auf der Stirn geschrieben oder ist an der Hautfarbe erkennbar. Also Vorsicht.
 Und was ist nun mit den Flüchtlingen? Das sind Personen, die wegen ihrer Verfolgung infolge ihrer Rasse, Religion, Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe, Schutz in einem anderen Land suchen. So steht es in der Genfer Flüchtlingskonvention. Sie sind Schutzbedürftige. Nicht empfehlenswert ist   die Bezeichnung  Asylanten , da dieser Begriff  in unzähligen Medienberichten negativ besetzt wurde und  die  Geflüchteten als Bedrohung oder Belastung angesehen werden und nicht als Schutzsuchende.
Gut, dann nennen wir sie Ausländische Mitbürger , denn das sind ja bekanntlich nicht-deutsche Staatsbürger. Auch der  Begriff deutet darauf hin, dass eine Zugehörigkeit zu dem aufnehmenden Land  nicht besteht, denn das Wort Mit... wird dem Bürger davor gestellt.

 UND WIE SEHEN SICH DIE DEUTSCHEN?

Wir könnten sie die Biodeutschen  nennen. Gemeint sind damit wohl die Ureinwohner von Deutschland. Hier wird der Versuch unternommen, zwischen  Deutschen und Nicht-Deutschen zu unterscheiden. „Bio“ könnte allerdings auch als Biografie-Deutsche verstanden werden oder sich bewusst ernährende Deutsche.
Auch können sich die Bürgerinnen und Bürger als Bundesrepublikaner bezeichnen. Dazu gehören Menschen, die sich für ein Leben in der Bundesrepublik entschieden haben. Das könnten jedoch auch Ausländer sein.
.Im Allgemeinen ist ein Deutscher ein deutscher Staatsangehöriger. Manche sagen auch herkunftsdeutsche Bevölkerung. Allerdings Vorsicht, denn jeder fünfte Deutsche stammt aus einer Einwanderungsfamilie. Deutsche ohne Migrationshintergrund wäre aus meiner Sicht die richtige Bezeichnung, klingt aber blöd.
Jetzt höre ich schon in meinen Ohren: Ja und nun? Da soll einer durchblicken. Was kann ich damit anfangen?
Sie sollten wissen:
  1. Nicht jeder Mensch der „ausländisch“ aussieht, ist ein „Ausländer“. Durch seine Einbürgerung wäre dieser Mensch nämlich  ein Deutscher.
  1. Nicht jeder Deutsche kann als Herkunftsdeutscher angesehen werden. Durch Migrationshintergrund in zwei Generationen davor, kann sich hier ein ganz anderes Bild zeigen.

DIE WURZELN DER VERMUTUNGEN ENTDECKEN

Wer von uns hat bereits seine eigene Familiengeschichte aufgearbeitet, so dass er genaue Auskunft geben kann?
Also Vorsicht vor Vermutungen, Fehleinschätzungen oder Deutungen, besonders die von Dritten kommen. Es kann bedeuten den "Anderen" und uns selbst falsche Zuschreibungen zu machen. Es ist ratsam, hier konkret mit den Betroffenen zu sprechen und nachzufragen.


Samstag, 26. September 2015

Dein kulturelles Gepäck im Rucksack

Oft werde ich gefragt: Habe auch ich ein kulturelles Gepäck? 
Wenn ja, was gehört dazu? 
Brauche ich dieses Gepäck überhaupt und was passiert, wenn etwas fehlt?
Besonders im Vergleich mit „Fremden“ erkannte ich sehr schnell, wie bedeutend meine eigenen Erfahrungen, Wissen und Erlebnisse sind. 

Gerade, wenn ich kulturelle Unterschiede feststelle, erkenne  und finde ich meine persönlichen Habseligkeiten.
Dazu gehören:
  • die Umgebung, in der ich aufgewachsen bin oder gelebt habe und lebe
  • meine Familie und meine Freunde
  • mein Schulbesuch, Ausbildungen, Abschlüsse und berufliche Entwicklung
  • meine Wohnung und Umgebung
Mir wird klar, dass es Grundsätze, Werte und Normen gibt, die mich im Laufe meines Lebens prägten und auch heute noch bestimmen. 
Klar befinden sich  in meiner Kulturausrüstung auch Einzelstücke. 

Ja es stimmt tatsächlich, jeder Mensch hat sein eigenes kulturelles Gepäck.
Oft treffe ich auf Menschen, die ihren kulturellen Besitz bewusst in die Hand nehmen und ihn stolz tragen. 
Andere wiederum vergessen oder leugnen ihr eigenes Gepäck, ihr geerbtes Gut sogar. 
Das finde ich sehr schade, denn einen solchen Reichtum einfach in die Ecke zu stellen, sind verschenkte Kraftquellen.
Die Kulturwissenschaft entwickelt dazu ein eindrucksvolles Modell. Wir können uns das so vorstellen: 
Wir alle tragen einen Rucksack auf dem Rücken, in dem sich unser persönliches Gepäck befindet.

DAS „RUCKSACKMODELL“

Stellen wir uns vor. Wir  reisen mit einem  Rucksack, einer Reisetasche oder einem Koffer durch die Welt. Darin befindet sich unser persönliches Gepäck. Das sind Kleidung für kalte und heiße Temperaturen, eine Taschenlampe um in der Dunkelheit zu sehen. Dazu gehört ein Föhn, eine Zahnbürste, Seife und weitere Reinigungsprodukte und  andere uns wichtige Utensilien. Genau diese Gegenstände sind uns wichtig, denn sonst würden wir sie  ja zu Hause lassen. Ähnlich können wir so unser kulturelles Gepäck vorstellen.
"JEDER MENSCH TRÄGT SEIN EIGENES KULTURELLES GEPÄCK MIT SICH"
Wenn wir auf dem Bahnhof stehen, können wir nur vermuten, was unser Wegbegleiter oder der Tourist neben uns in seinem Gepäck hat. Es  bleibt uns verborgen, da es sich im nichtsichtbaren Innere  befindet. Genauso wie er nicht weiß, was wir auf unsere Reise mitgenommen haben.
Unser persönliches Gepäck unterscheidet sich sowohl innerlich als auch äußerlich von anderen. Nehmen wir an, wir sind in der Empfangshalle auf dem Flughafen. 

Nach dem Flug stehen hunderte Reisenden am Förderband/Gepäckausgabeband und warten auf ihren Koffer.  Nachweislich  findet jeder sein aufgegebenes Gepäck. Verwechselungen gibt es lediglich bei gleichen Koffern, jedoch selten.
Vorsicht: Das Äußere kann täuschen

Sehen wir Menschen mit einer  dunklen Hautfarbe, mit einer bestimmten Nasenform oder Mandelaugen vermuten wir sehr schnell ihre asiatische, afrikanische oder europäische Herkunft. Jedoch kann eine asiatische Frau in Deutschland oder ein afrikanischer Mann in Japan geboren sein. 

IM RUCKSACK BEFINDET SICH IHR LEBENSWEG 

Genau wie uns der Inhalt des fremden Rucksackes verborgen bleibt, wissen wir nicht, welche kulturelle Herkunft und Prägung andere Menschen haben.
Oft bleibt uns der Inhalt verborgen. Definitiv können wir nicht die unterschiedlichen, vielfältigen und individuellen  mitgenommenen Sachen wahrnehmen.
Fehleinschätzungen und Missverständnisse hängen eng mit Unkenntnissen oder fehlendem Wissen über andere Kulturen zusammen. 
Damit verletzen wir Menschen. Es entwicklen sich Konflikten und  private Beziehungen werden sogar beenden. 

Um genau das zu vermeiden, kann die Orientierung an Kulturmodellen hilfreich sein. Kulturforscher haben verschiedene Modelle entwickelt. 

Um Kultur besser zu verstehen, stellen wir uns  einen Rucksack vor. Meinetwegen  kann das auch  ein Koffer oder eine Reisetasche sein.
Ich finde  die Kultur als „Rucksack“ als Modell gut. 


Der Mensch in der heutigen vielfältigen Gesellschaft besitzt das kulturelle Wissen seiner Gruppe als Kulturgepäck, doch sein Umgang damit ist flexibel, individuell und situativ.
Die Inhalte sind vergleichbar mit der persönlichen kulturellen Lebensgeschichte. Sie beinhaltet Werte und Normen der eigenen Kultur, den Glauben oder Religion, die Erziehung und Bildung sowie Gesetze und Verhaltensregeln des Herkunftslandes.
„Jede neue Erfahrung, jede neue Begegnung, jede neue Situation beeinflusst individuelles Handeln und bereichert unser kulturellen Besitztum.“  Beate A. Tröster
Doch einen Haken hat die Sache: Manche denken sie haben Röntgenaugen. Sie meinen, die kulturelle Ausrüstung von Anderen sehen zu können.  Und ich erlebe es, dass  „wir meinen zu wissen“. 

Wir können lediglich vermuten, erahnen, voraussetzen, jedoch die wirkliche kulturelle Prägung also unseren Inhalt kennen nur wir selbst. 
Es können positive und schlechte Erfahrungen sein, unendlicher Schmerz oder unvergessliches Glück. 

Unsere Chance besteht darin,  das eigene Gepäck zu erkennen, zu vergleichen und Unterschiedliches zu begreifen als Fortschritt, Gewinn, Chance oder Nutzen.
Gehen wir mit einem Freund oder Freundin auf Wanderschaft und jeder trägt einen Rucksack, so kann der Inhalt sehr verschieden sein.  Ich nehme Sonnenbrille, Getränke und Obst mit und der andere Creme, Sandwich und Powerriegel. Jedes erfüllt seinen Zweck und hat seinen Grund, warum wir es einpacken. Wir erkennen erst beim Auspacken, wie unterschiedlich wir sind. Das kann ergänzend sein, wenn Sie sich eine Blase gerieben haben und der andere an ein Heftpflaster gedacht hat oder es Dinge sind, die nur individuell benötigt werden wie Medikamente.
Viele fragen mich: Was gehört nun zu meinem  kulturellen Besitztum? 
Es gehört zu unsererReisevorbereitung, das Richtige einzupacken. Für die Wanderung sind das feste Schuhe, für das Baden im See wird ein Badeanzug oder eine Badehose eingepackt. Wir machen uns einen Spickzettel, der kontrollierbar ist. Wir   überlegen,  was wir benötigen, um unser Vorhaben ohne Probleme oder schwierige Situationen zu realisieren. 

Wir  bereiten uns Schritt für Schritt auf unsere Lebensabschnitte vor.

Interkulturelle Informationen  

Montag, 14. September 2015

Drei gut gemeinte Freundlichkeiten, die nach hinten los gehen können



Viele Menschen wollen Menschen aus anderen Kulturen helfen und  sie unterstützen. Ich stelle oft fest, dass manche unsicher sind und nicht wissen, was sie tun können. Eine häufig gestellte Frage:  Wie verhalte ich mich richtig?
Es sind die Kleinigkeiten, die für uns selbstverständlich sind, Andere jedoch irritieren. Die kleinen gut gemeinten Freundlichkeiten werden oftmals nicht als solches verstanden. Kulturfremde sind häufig deshalb verwundert oder sogar entsetzt. Drei habe ich für Dich aufgeschrieben.

1. Süße Geschenke für Kinder

Kinder erreichten unser Herz und wir möchten den  angekommenen Kindern, die  so viele Strapazen hinter sich haben, eine Freude machen und etwas  Gutes tun.
Vor einiger Zeit wollte ich einen fünfjährigen arabischen Jungen, der mächtig weinte mit einer  kleinen Tüte Gummibären von Haribo trösten. Der Vater schaute mich entsetzt an und forderte den Kleinen auf, die Süßigkeiten zurück zu geben.
Ja und warum? Man mag es kaum glauben, die süßen Bärchen enthalten Gelatine und genau diese wird  aus zerriebenen Schweineknochen hergestellt. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen, dass Gläubige muslimische Menschen  kein Schweinefleisch essen.

Was tun?  Wir können nicht sehen, welchen Glauben Menschen haben. Deshalb  fragen Sie vorher die Eltern, wenn Sie Süßwaren oder kleine Geschenke den Kindern geben möchten. 

Das funktioniert auch ohne die andere fremde Sprache zu beherrschen. Erhalten sie ein Lächeln, so können von Zustimmung ausgehen. Verändert sich der Gesichtsausdruck nicht, würde ich das Geschenk nicht überreichen.

2. Begrüßungsritual auf Deutsch
Wenn wir uns treffen, ist es völlig üblich die Hand zu reichen, um uns zu begrüßen oder zu verabschieden. Seit Jahren kenne ich den Imam in unserer Stadt persönlich. Jedes Mal, wenn ich ihn treffe,  erwische ich mich dabei meine rechte Hand ihn zureichen. 

Jedes mal erklärt er mir geduldig: "Ich lege meine rechte  Hand auf mein Herz und verneige mich, um Sie zu begrüßen." Damit fühle ich mich sehr geehrt und respektvoll behandelt. 

Obwohl es mir bekannt ist, geht meine Hand ganz automatisch zum Händeschütteln nach vorn.
Manche muslimische Männer reichen mir zum Dank oder zum Verabschieden die Hand und legen diese ganz unmerklich auf hier Herz.

Was tun? 

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ersten begrüßen Sie einfach mit einen Lächeln, denn das versteht man auf der ganzen Welt.  

Zweitens beobachten Sie, wie es die Landleute untereinander handhaben oder drittens Sie sagen einfach "Hallo".


3. Speisen vom Schwein
Schon der Begriff " Gehacktes" aus rohem Fleisch, Mettbrötchen oder "Hacke-Peter" führt zu Übelkeit bei Menschen, die unsere Speisen nicht kennen. 

Selbst wenn ich mir  bewusst mache, dass "Peter" zerhackt wird, um ihn zu essen, fällt mir Kannibalismus ein. Und trotzdem mag ich es, gut gewürzt und mit Zwiebeln.
Schweinebraten, Rollbraten, Buletten, aber auch viele andere Lebensmittel wie Leberwurst, Knackwurst enthalten Fleisch vom Schwein. 

Muslime und Schweinefleisch, das geht gar nicht. Die Ablehnung liegt im Glauben gegründet. Wir sollten das respektvoll berücksichtigen.  

Was tun? 
Fordern Sie die Menschen nicht dazu auf, es nur einmal zu probieren. 
Betonen Sie nicht, dass es schmeckt und völlig  harmlos ist. 
Sollten Sie  arabische Menschen einladen, dann berücksichtigen Sie bieten Sie ihm keine  den Speisen mit Schweinefleisch an.

Verhalten Sie sich einfach respektvoll und vermeiden Sie in der unmittelbaren Gegenwart von Muslimen Schweinefleisch zu essen oder Alkohol zu trinken.


Donnerstag, 10. September 2015

Sechs Empfehlungen, die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen erleichtern

Ich habe sechs Empfehlungen zusammengestellt, die Ihre ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen erleichtern.

1. ERSTE BEGEGNUNG

Bei dem ersten Kontakt mit den Flüchtlingen fragen Sie zuerst nach den Namen, lernen diesen richtig auszusprechen und schreiben ihn am besten auf.

Wenn Sie sich selbst vorstellen schreiben Sie auch Ihren Namen auf.

Als nächstes können Sie nach der Herkunft fragen und wie lange er/sie/die Familie schon in Deutschland sind.

Für das gute Verständnis empfehlen ich fünf Worte der anderen Sprache zu lernen. Diese können sein: Guten Tag, mein Name ist…, Bitte, Danke, Entschuldigung, Auf Wiedersehen – Es darf natürlich auch gerne mehr gelernt werden J

2. VERSTÄNDNIS ZUM VERSTEHEN

Sprechen Sie langsam und deutlich. Benutzen Sie einfache Wörter.

Seien Sie geduldig, hören Sie zu und lassen Sie ihn/sie ausreden.

Bei Sprachbarrieren kann auch der Google-Übersetzer eingesetzt werden.

3. VERSTÄNDIGUNG OHNE WORT

Benutzen Sie Ihren eigenen Körper und stellen pantomimisch dar was sie meinen, zum Beispiel: etwas trinken, frieren, schwitzen …

Zeichnen/skizzieren Sie, was Sie vermitteln wollen. Dafür ist es gut ein Blatt und einen Stift mitzunehmen.

Außerdem können Sie Bilder, Fotos und Gegenstände benutzen.

4. VORSICHT VOR ENTMÜNDIGUNG

Machen Sie als Ehrenamtlicher nicht alles selbst, sondern setzen Sie den Flüchtling in die Lage es selbst zu tun.

5. FLÜCHTLINGSUNTERKÜNFTE SIND KEINE AUSSTELLUNGSOBJEKTE

Bewahren Sie bitte die Privatsphäre der Flüchtlingsfamilien und melden sich vor dem Besuch bei dem Sozialarbeiter.

6. HAND IN HAND MIT DEM SOZIALARBEITER

Jede Flüchtlingsunterkunft hat einen oder mehrere Sozialarbeiter, das sind Ihre Ansprechpartner. Bitte besprechen Sie Ihre Tätigkeiten, Aktionen, Probleme und Vorkommnisse immer mit ihm/ihr.

Mittwoch, 26. August 2015

Endlich geschafft: Mein Urlaubs-Sommer-Projekt



Der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen und endlich, ich habe es geschafft. meine alte muffige Homepage ad Acta zu legen und etwas Neues zu entwickeln. Wie ein Handwerker begann ich  zu ändern, brauchbare Teile  zu erneuern, um sie nach meinen Wünschen und Ideen umzubauen und zu gestalten.
Zwei lange Monate schaute ich mir kurze oder lange Lehrvideos  bei Youtube an und  habe diese mindestens hundert Mal angehalten, um die vielen Anleitungen und Tipps nach zumachen.
Zwei lange Monate fragte ich die Mitarbeiter des Supports meiner neuen Internetseiten an und bat sie mir Schritt für Schritt Anleitungen zu geben und schickte ihnen gaaanz vielen Mails. Ich habe sie bestimmt mächtig genervt.
Zwei lange Monate suchte ich die passenden Fotos aus, um sie internetreif zu bearbeiten. Ich habe ausgeschnitten, eingefügt, wieder gelöscht, verkleinert, vergrößert und vergessen zu speichern. Da war manchmal alles umsonst.
Zwei lange Monate entwickelte ich Formulare wie Button oder das Newsletter-Bestellformular, bei denen Programmierkenntnisse erforderlich waren, die ich Dank Anitas Erklärungen etwas verstehen konnte.
Zwei lange Monate überlegte ich mir passende Texte, die ich oftmals geändert, umformuliert oder verworfen habe.
Und dann kam gestern der Knaller. Ganz stolz erzählte ich Bekannten davon und wurde gefragt:  "Wozu brauchst du überhaupt eine Internetpräsentation, du bist doch bekannt?"  
Dennoch möchte ich mir unbekannte  Menschen erreichen und durch  mein Wissen, Erfahrungen und Erkenntnissen bewirken, dass sie ein einfach etwas besser, brillanter oder glänzender  werden.
Besonders, wenn wir mit kulturfremden  Verhalten   Bekanntschaft machen und diese entgegen gesetzt  aufeinander stoßen, kann es wichtig sein, die Unterschiede zu kennen und Differenzen  zu begreifen, um letztendlich zu lernen mit ihnen umzugehen. Genau diese Verschiedenheiten möchte ich aus dem Keller holen und ans Tageslicht bringen und  somit neue interkulturelle Dimensionen im Zusammenleben erreichen.
Ja, nun wisst Sie ja, nobody is perfect. Genau deshalb brauche ich Ihre Hilfe. Schauen einfach mal auf die Seite und sagen oder schreiben Sie  mir, was gefällt oder auch nicht. 

Interkulturelles Zitat - Fremdheit

Siehst du einen unbekannten Menschen, bist du zurückhaltend und beobachtend. Die  anfängliche Fremdheit vergeht und die entstehende Nähe bre...