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Karriere mit Interkultureller Kompetenz - konkrete Tipps und Inspirationen
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Donnerstag, 20. Oktober 2016
Montag, 15. August 2016
Interkulturelle Kompetenz: Überraschende Erkenntnisse der Stanfort-Studie
Heute erfahren Sie etwas über eine Studie, deren überraschende
und bahnbrechende Erkenntnisse Sie sofort
wirksam einsetzen können. Sie erfahren, welche Werte in Ihrem Leben am wichtigsten sind und was
die Ereignisse Ihres Tages damit zu tun
haben. Ich lade Sie zu einem kleinen Forschungstest ein.
Die Stanfort-Studie
Vor 20 Jahren bekamen Studenten der Stanford University eine Aufgabe
für die Winterferien, bei der sie sich täglich Notizen machen sollten. Es wurden zwei Gruppen gebildet. Die erste Gruppe
erhielt den Auftrag alle positiven Dinge zu notieren, die am jeweiligen Tag
passiert sind. Die zweite Gruppe hatte eine andere Anweisung:
Schreibt
1. über die Werte, die euch im Leben am wichtigsten sind und
2. wie die Ereignisse des Tages mit diesen Werten zusammenhängen.
Nach den Ferien werteten die Wissenschaftler die mitgebrachten Notizen
aus. Diese wurden ins Verhältnis zu Erkrankungen und Gesundheitszustand
gebracht.
Das Ergebnis war
so überraschend wie eindeutig
Die Studenten, die über ihre Werte schrieben waren im Anschluss an das
Experiment seltener krank und insgesamt fitter, hatten mehr Energie und eine
positivere Einstellung. Die Studie wurde in den Jahren danach knapp hundertmal
wiederholt und ausgebaut – und immer wieder bestätigt.
Die Stanford-Professorin Kelly McGonigal schreibt dazu in ihrem Buch
„The Upside of Stress“, dass diese Übung zu den wirkungsvollsten
psychologischen Maßnahmen zählt, die je untersucht wurden.
Wie kommt es
dazu?
Die Wissenschaftler haben erkannt: Kurzfristig führt das Schreiben über
die eigenen Werte zu stärkeren Gefühlen von Kontrolle, Kraft und Stolz.
Außerdem macht das Schreiben darüber die
Übenden liebevoller und empathischer, auch sich selbst gegenüber.
Die Übung erhöht außerdem langfristig die Schmerztoleranz und die
Selbstkontrolle und verringert das „Wiederkauen“ stressvoller Erfahrungen.
Sogar Menschen, die nur einmalig für zehn Minuten über ihre Werte
schreiben, profitieren noch Monate bis Jahre später davon.
Den Forschern nach gibt diese Übung den Ereignissen unseres Lebens
Bedeutung, einen Sinn. Wir erkennen wieder, dass die Arbeit zwar gerade enorm
anstrengt, aber dass wir’s für unsere Familie tun, die uns so wichtig ist. Oder
dass die schmerzhafte Trennung vom Partner immerhin unseren Werten , unserem Wachstum
und unserer Freiheit dient, uns wachsen und neu beginnen lassen kann. Die Dinge
sind dadurch keine bloßen Unannehmlichkeiten mehr oder sinnlose Qual, die wir
nicht verstehen und einfach nur schnell hinter uns bringen wollen. Nein, sie
werden zum Ausdruck unserer Werte.
Warum das so
effektiv ist? Testen Sie sich selbst
Studien hin und Studien her. Ich habe es selbst probiert. Drei Tage lang
habe ich aufgeschrieben, womit ich mich beschäftige, und meine Tätigkeiten selbst
erkundet. Eine Tabelle teilte ich in zwei Spalten. In der ersten Spalte
notierte ich, was ich tat, und in der zweiten Spalte ergänzte ich den dazu
gehörigen Wert, der dahinter steckt. Es machte Spaß, sich zu hinterfragen und
zu erforschen.
Tätigkeit
|
Wert
|
Mittagessen
kochen
|
Gesundheit
|
Schreibtisch
aufräumen
|
Ordnung
|
Wasche
waschen
|
Sauberkeit
|
Tür
abschließen
|
Sicherheit
|
Lehrvideo
anschauen
|
Bildung
|
Dabei gelangte ich zu drei wichtigen Erkenntnissen:
1.
Mein Tagesablauf und die darin verborgenen Handlungen sind durch immer wiederkehrende Werte bestimmt.
2.
Wie im sich auflösenden Nebel über einem See erkannte ich meine eigene persönliche Wertestruktur,
die meinem Handeln zu Grunde liegt.
3.
Stark ausgeprägte Werte wie Ordnung und Sicherheit bestimmen mein
Leben.
Probieren Sie es aus! Was sind Ihre wichtigsten Werte?
Fazit:
Zur
interkulturellen Kompetenz gehört es, eigenen Werte zu kennen und zu verstehen. Welche Werte, die
Kulturfremde priorisieren, sind von uns festzustellen und zu begreifen? Denn
wie wir jemanden bewerten, hängt von unseren eigenen inneren Werten ab. Die den Menschen innewohnenden Werte können
wir nicht sofort äußerlich sehen. Erst bei Handlungen und Äußerungen werden sie sichtbar. Dazu brauchen wir Übung.
Also, wenn Sie mögen, nehmen Sie einen Stift. Notieren Sie Dinge, die Sie
gerade beschäftigen oder belasten. Schreiben Sie Ihre wichtigsten Werte auf
(z.B. Freiheit, Liebe, Erfolg, Freundschaft, Gesundheit, Abenteuer, Ansehen,
Ehrlichkeit, Beharrlichkeit, Begeisterung, Einfluss, Geborgenheit, Harmonie,
Genuss, Respekt, Ruhe, Sicherheit, Vertrauen).
Viel Spaß bei der Selbsterkundung!
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Freitag, 19. September 2014
Fremdsein oder fremdeln – was passiert da?
Ich muss echt zugeben,
so viele Gedanken habe ich mir noch nie über
die Bedeutung von „fremd“ gemacht. Naja und so gleich ergeben sich eine Flut
von Fragen.
Welche Formen gibt es?
Wie äußert sich Fremdsein konkret?
Woran erkenne ich, was fremd ist?
Naja, zuerst soll man ja bei sich selbst anfangen und das mache ich. Da stelle ich fest:
- Personen, die mir nicht bekannt sind, vertraue ich nicht gleich.
- fremdartige Situationen beunruhigen mich.
- in unbekannten Gegenden kann ich mich schnell verirren.
- Gerüche, die ich nicht kenne, finde ich merkwürdig.
- Menschen, die mir nicht die Hand zur Begrüßung reichen, verunsichern mich.
Auf meiner Erkundungsreise nach der Fremdheit, erstaunen
mich die vielfältigen Fassetten und Orte an denen ich sie gespürt oder gefunden
habe. Inzwischen weiß ich, alles was mir fremd erscheint, betrifft weder meine
Freundin, schon gar nicht meine Kollegin oder irgend Jemanden, sondern nur mich selbst. Mir wird klar, oftmals gehen Fremdheit und Angst
Hand in Hand. Jedoch nach genaueren
hinsehen, erkenne ich wie aus dem Nebel langsam klar und deutlich meine persönliche
Fremdheitsbilder.
Ob Russland, Bali, Spanien, ja auch Polen, also in Ländern mit
anderen Sprache, spüre ich ganz schnell: Du gehörst hier nicht dazu. Wie eine weiße
Linie auf einen Fußballfeld, die den Strafraum kennzeichnet, entsteht eine
räumliche Trennung und ein persönliches Hinweisschild auf dem steht „AUSWÄRTIG“. Und so wird mir klar, ich bin draußen und
nicht drinnen.
Ok, so entdeckte ich die 1. Form von Fremd im
Sinne von „Auswärtig“.
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